Podcast Monitoring – So integrieren sie das beliebte Audio-Format in Ihre Medienbeobachtung

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Ob beim Pendeln, Sport oder Putzen: Podcasts begleiten viele Menschen durch den Tag. 63 % der 18–49-Jährigen in Deutschland hören Podcasts, bei den 18–29-Jährigen sind es sogar 73 %.

Podcasts haben sich damit zu einem festen Bestandteil der Mediennutzung entwickelt.

Täglich entstehen neue Inhalte, Diskussionen und Markennennungen, die Kommunikationsteams zusätzliche Einblicke liefern. Wie groß der Einfluss von Podcasts inzwischen ist, zeigen die folgenden Zahlen und Entwicklungen.

Podcast boomt, klassische Medien verlieren Reichweite

Die Entwicklung von Podcasts zeigt deutlich, wie stark sich die Mediennutzung in den letzten Jahren verändert hat. Während klassische Medien an Reichweite und Nutzung verlieren, gewinnen Podcasts vor allem bei jüngeren Zielgruppen deutlich an Bedeutung.

Seit 2019 ist die Reichweite von Podcasts bei den 18–29-Jährigen um rund 70 % gestiegen. Gleichzeitig ist die Reichweite von Radio in derselben Altersgruppe um rund 16 % zurückgegangen.

Auch bei der Nutzungsdauer zeigt sich diese Entwicklung klar: Die Nutzungsdauer von Podcasts ist bei den 18–49-Jährigen seit 2019 um 250 % gestiegen, bei den 18–29-Jährigen um 157 %.

Klassische Medien entwickeln sich dagegen rückläufig. Laut dem Seven.One ViewTime Report 2025 ist die TV-Nutzung beispielsweise bei den 14–29-Jährigen seit 2019 um 20,2 % gesunken, bei den 14–49-Jährigen um 21,9 %.

Die Zahlen machen deutlich: Podcasts sind längst kein ergänzender Kanal mehr, sondern ein fester Bestandteil moderner Mediennutzung.

35 neue Podcasts pro Tag: Der Markt wächst weiter

Die Dynamik zeigt sich auch im Angebot. Im Jahr 2024 sind 12.983 neue Podcasts gestartet – das entspricht rund 35 neuen Formaten pro Tag.

Besonders stark vertreten waren die Kategorien Gesellschaft & Kultur mit 1.914 neuen Podcasts, Wirtschaft & Business mit 1.431 sowie Freizeit mit 1.139 neuen Formaten. Mit der steigenden Zahl an Formaten wächst gleichzeitig die Menge an für Kommunikationsteams relevanten Inhalten.

Podcast Monitoring Tools wie Podmon erfassen große Teile dieses Marktes. In der Podmon-Datenbank befinden sich über 200.000 Podcasts.

Allerdings veröffentlichen nicht alle Formate regelmäßig neue Inhalte. Je nach Definition gelten rund 35.000 bis 42.000 Podcasts im DACH-Raum als aktiv.

Aus diesen entstehen monatlich etwa 100.000 Episoden mit einer durchschnittlichen Länge von rund 35 Minuten, was insgesamt etwa 60.000 Stunden Audio-Content pro Monat entspricht.

Podcasts erreichen Zielgruppen, die andere Medien verlieren

Auch die Nutzungshäufigkeit hat sich deutlich verändert. Die tägliche Podcast-Nutzung hat sich seit 2019 vervierfacht: Hörten damals nur 3 % der Befragten fast täglich Podcasts, sind es 2025 bereits 12 %.

Gleichzeitig erschließen Podcasts Zielgruppen, die über andere Kanäle nur schwer anzusprechen sind: 49 % der Personen, die nicht über TV erreicht werden, nutzen Podcasts – ebenso wie 45 % derjenigen, die über Social Media kaum erreicht werden.

Auch die Hörerschaft verändert sich. Während Podcasts lange vor allem männlich geprägt waren, steigen die Reichweiten inzwischen insbesondere bei Frauen deutlich an. Bei den 18–49-Jährigen wuchs die Reichweite bei Frauen von 30 % auf 66 %, bei den 18–29-Jährigen sogar von 37 % auf 81 %.

Für Kommunikationsteams macht genau das Podcasts zunehmend relevant: Das Medium erreicht heute breitere und diversere Zielgruppen als noch vor wenigen Jahren.

Podcasts schaffen Aufmerksamkeit statt Werbevermeidung

Podcasts gelten zunehmend als akzeptiertes Werbeumfeld. 73 % der Hörer geben an, dass sie Werbung zu Beginn einer Podcast-Folge nicht stört, und 82 % akzeptieren Werbespots, solange der Podcast kostenlos verfügbar bleibt.

Gleichzeitig ist der Einfluss von Podcast-Hosts deutlich höher als der von klassischen Social-Media-Influencern. Für 75 % der Befragten hat die Meinung von Podcast-Hosts den größten Einfluss, während Social-Media-Influencer lediglich auf 15 % kommen.

Podcasts schaffen damit ein Umfeld, in dem Inhalte, Empfehlungen und Werbung deutlich bewusster wahrgenommen werden als in anderen digitalen Kanälen.

Video-Podcasts bleiben bislang ein Nischenformat

Trotz der steigenden Aufmerksamkeit für Video-Podcasts wird der Großteil der Inhalte weiterhin klassisch als Audio konsumiert. Aktuell entfallen nur 9 % der Podcast-Nutzung auf Video-Podcasts.

Auch auf Angebotsseite bleibt Video bislang die Ausnahme: Nur rund 3 % aller aktiven Podcasts erscheinen als Video-Format. Der Podcast-Markt bleibt damit weiterhin klar audio-getrieben.

Warum Podcasts in der Medienbeobachtung nicht fehlen dürfen

Podcasts sind mehr als ein zusätzlicher Kanal. Themen werden hier ausführlicher diskutiert, eingeordnet und bewertet als in vielen anderen Medienformaten. Genau dadurch entstehen Meinungen, Narrative und Diskussionen oft früher und deutlich tiefer als in klassischen Medien oder Social Media.

Für Kommunikationsteams liefern Podcasts deshalb zusätzliche Einblicke in Themenentwicklungen, Zielgruppeninteressen und öffentliche Debatten, die in klassischer Medienbeobachtung häufig unsichtbar bleiben.

Podcast Monitoring erweitert die Medienbeobachtung damit um Inhalte und Dynamiken, die für strategische Kommunikation relevant sind.

Podcast Monitoring macht relevante Themen frühzeitig sichtbar, erfasst Markennennungen und zeigt, wie sich Diskussionen und Narrative entwickeln. Gerne beraten wir Sie persönlich: Sie erreichen uns unter 0211 1752077 – 0 oder per E-Mail.

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