How to Medienanalyse – pressrelations gibt Studierenden Einblicke in den NewsRadar®

9 Minuten Lesedauer

Bereits während des Studiums praktische Erfahrungen zu sammeln, ist oft nicht leicht, aber fast immer notwendig. Arbeitgeber erwarten oft mehr, als die universitäre Ausbildung vermitteln kann. Um einen wertvollen Praxisbezug zum Arbeitsalltag in der Social-Media-Analyse herzustellen, hat pressrelations medieninteressierten Studierenden der Heinrich-Heine-Universität im letzten Sommersemester einen exklusiven Einblick in den hauseigenen NewsRadar® ermöglicht.

Die Studierenden erhielten im Rahmen eines Seminars die Möglichkeit, im NewsRadar® eigene Suchanfragen aufzusetzen und in Gruppenarbeit zu einem frei wählbaren Thema eine umfassende Medienanalyse zu erarbeiten. Am Ende wurden drei Gewinnergruppen ermittelt, deren Ergebnisse am ehesten den Anforderungen an professionelle Medienanalysen von pressrelations entsprachen. Mit dem pressrelations NewsRadar® können z.B. relevante Beiträge und Meldungen der Online- und Social-Media-Welt kanalübergreifend gebündelt, sortiert und aufbereitet werden. So werden aus gezielt gefilterten Informationen relevante Kennzahlen gewonnen, die Aussagen über Reichweiten, Interaktionen, Sentiment und Hashtags liefern können. Der NewsRadar® vereint zahlreiche Features und Schnittstellen, die ein crossmediales Monitoring aller Medienkanäle ermöglichen.

Im Interview berichten Hannah Mpaxewanis, Adelisa Aljija und Lucas Horn, drei Studierende aus den Gewinnergruppen, über die Arbeit im Seminar, den Umgang mit dem NewsRadar® sowie die gewonnenen Einblicke in die Arbeit eines Medienunternehmens.

pressrelations Blog: Warum habt ihr euch entschieden, das Seminar zu besuchen? Was hat euch besonders gut gefallen?

Hannah: „Ich fand die Idee toll, als Studentin mit Unternehmen zusammenarbeiten zu können, also habe ich mich zum Seminar angemeldet. Besonders gefallen hat mir die Möglichkeit, das Analyse-Tool eigenständig zu nutzen und Einblicke in den Arbeitsalltag eines Analyse-Teams zu bekommen.“

Adelisa: „Ich interessiere mich sehr für Social Media und würde in diesem Bereich gerne einmal arbeiten. Ich fand es gut, dass wir in kleinen Gruppen lernen konnten.“

Lucas: „Ich würde mich gerne in Zukunft mehr mit Online Marketing beschäftigen, und ein Seminar zum Thema Social Media Marketing zu besuchen erschien mir ein guter Anfang. Die umfangreiche Einarbeitung hat mir die spätere eigenständige Arbeit erleichtert.“

Wie gut seid ihr mit dem NewsRadar® zurechtgekommen?

Hannah: „Die Dozierenden haben die wichtigsten Grundlagen gut vermittelt und alles andere hat sich dann durch Ausprobieren ergeben. Bei spezifischen Suchanfragen musste man zwar zu Beginn etwas rumprobieren, doch wir konnten jederzeit Fragen stellen.“

Adelisa: „Am Anfang habe ich mich von der Menge der News überfordert gefühlt und musste erst lernen, die Filter richtig anzuwenden und irrelevante Informationen Stück für Stück auszusortieren. Zum Ende hin wurde es einfacher, aber ich musste mich definitiv erst einmal eingewöhnen.“

Lucas: „Die Bedienung fiel mir relativ leicht, da der NewsRadar® sehr übersichtlich und benutzerfreundlich aufgebaut ist. Dennoch glaube ich, dass man viel Übung braucht, bis man das Tool wirklich auf dem Niveau eines Analysten beherrscht.“

Welche Funktionen fandet ihr besonders spannend?

Hannah: „Interessant fand ich, dass das Tool alle relevanten Informationen auf einen Blick darstellt und auch die Tonalität automatisch ausgewertet wird. Die Graphen geben zudem Hinweise darauf, welche Aspekte man sich näher ansehen sollte.“

Adelisa: „Die Filter machen es möglich, nach kleinsten Details zu sortieren und somit ganz spezifische Suchanfragen aufzusetzen. Das war für mich die spannendste Funktion.“

Lucas: „Die Übersicht aus Diagrammen und Graphen fand ich cool, weil man sich die Informationen so nicht erst selbst zusammensuchen musste.“

Welche Themen habt ihr in euren Gruppen analysiert und welche Insights habt ihr durch die Auswertung erhalten?

Hannah: „Meine Gruppe hat sich für das Thema True Fruits entschieden, da diese Marke in der Vergangenheit häufig durch kontroverse Kampagnen und negative Schlagzeilen aufgefallen ist. Wir wollten wissen, wie die öffentlichen Reaktionen auf die Postings ausgefallen sind und mit welcher Tonalität hier über True Fruits berichtet wurde. Besonders aufgefallen ist uns, dass kontroverse Beiträge von True Fruits nicht aufgrund des Shitstorms gelöscht wurden, sondern aus bildrechtlichen Gründen.“

Adelisa: „Zuerst dachten wir, dass bestimmt jede Gruppe das Thema Corona wählen würde, da es ja gerade so präsent ist. Wir haben uns erhofft, dass es zu solch einem dominanten Thema im Tool viele hohe Peaks geben wird. Bei so manchen Beiträgen von Verschwörungstheoretikern und Corona-Gegnern war ich schockiert, dass so krasse Meinungen öffentlich gepostet werden. Außerdem ist mir aufgefallen, dass viele der großen Zeitungen mehr oder weniger dasselbe schreiben, aber mit abweichenden Tonalitäten. Mit dem NewsRadar® musste man nicht erst auf einzelne Kanäle gehen, sondern hatte alle Informationen direkt im Blick.“

Lucas: „Wir haben uns für das Thema Yeezys entschieden, da wir ursprünglich verschiedene Schuhmodelle miteinander vergleichen wollten. Letztendlich haben wir uns aber doch nur auf ein Modell fokussiert. Wir haben dann mehr Treffer bekommen, als ich erwartet hätte. Überraschenderweise lag der Fokus bei vielen Beiträgen auf Kanye West und nicht auf dem Schuh selbst. Ich hätte zudem erwartet, dass die Thematik in den USA sehr dominant ist, aber tatsächlich haben wir sehr viele Ergebnisse aus China erhalten. Der Yeezy-Markt scheint dort also sehr groß zu sein.“

Ganz allgemein: Was habt ihr über Medienanalysen und Online Marketing gelernt?

Hannah: „Ich habe gelernt, dass Erwartungen nicht immer mit der Realität übereinstimmen müssen bzw. dies eigentlich nie tun, weshalb sich Analysen lohnen und je nach Zeitpunkt und Aspekt immer wieder anders ausfallen können.“

Adelisa: „Vor dem Seminar habe ich gedacht, dass Online Marketing hauptsächlich aus Werbung besteht, aber um die Anzeigen auch sinnvoll konzipieren und platzieren zu können, sind noch viele andere Maßnahmen nötig.“

Lucas: „Ich weiß jetzt, wie Medienanalysen funktionieren und was man tun muss, um die Ergebnisse zu erhalten, die einen interessieren.“

Welche Inhalte und Informationen des Seminars werden euch im Gedächtnis bleiben? Was findet ihr an Medienanalysen besonders spannend?

Hannah: „Ich werde mir merken, dass Suchanfragen immer wieder überarbeitet und angepasst werden müssen. Auch augenscheinlich perfekte Anfragen können immer noch optimiert werden, was mir gezeigt hat, dass erfahrene Analysten gebraucht werden und dass das System ohne menschliche Expertise nicht vollkommen ist. Mich fasziniert die Kombination aus Mensch und Maschine sowie die Vielfalt der Einblicke, die man mithilfe von Analysen über die Stellung und Wahrnehmung eines Unternehmens in der Gesellschaft erhalten kann.“

Adelisa: „Mir wird definitiv die Vielfalt der möglichen Ergebnisse im Gedächtnis bleiben. Es gibt unglaublich viele News, zwischen denen man sich erst einmal zurechtfinden muss. Social Media Marketing ist eine Disziplin für sich und viel komplexer, als ich gedacht habe.“

Lucas: „Ich finde es allein schon spannend zu wissen, dass so ein Analyse-Tool überhaupt existiert und so vielfältige Erkenntnisse daraus gewonnen werden können. Mich würde zukünftig interessieren, inwiefern die Ergebnisse der Medienanalysen für die Gestaltung von konkreten Marketingstrategien genutzt werden können.“

Welchen Nutzen können Medienanalysen aus eurer Sicht für Unternehmen oder Organisationen haben?

Hannah: „Medienanalysen können Unternehmen über deren Wirkung auf die Gesellschaft aufklären, wodurch neue Marketingstrategien entwickeln werden können.“

Adelisa: „Mit Hilfe der Analyseergebnisse können Werbemaßnahmen perfekt auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten werden, wodurch ein sehr kundenorientiertes Arbeiten möglich wird.“

Lucas: „Es kann sehr nützlich und sogar essenziell sein, über ein Tool zu verfügen, mit dem Fehler im eigenen Marketing erkannt und Strategien verbessert werden können.“

Auch der Dozent und Initiator des Seminars, Bojan Radoja von pressrelations, sowie die beiden Dozentinnen der Universität Düsseldorf (Abteilung für Informationswissenschaft), Aylin Ilhan und Franziska Zimmer, haben sich im Interview bezüglich der Kooperation zwischen pressrelations und der Universität sowie der Vermischung von Theorie und Praxis geäußert.

Was war das Lernziel des Seminars? Welche Inhalte sollten vermittelt werden?

Aylin: „Als wir selbst noch im Bachelor studiert haben, hat uns oft der Praxisbezug gefehlt. Das Ziel war also, den Studierenden Praxiserfahrungen zu ermöglichen und ihnen darüber hinaus die Möglichkeit zu geben, eigene Beiträge zu leisten, indem echte Geschehnisse analysiert und authentische Beispiele gewählt wurden. Unserer Meinung nach festigt sich Gelerntes erst im aktiven Gebrauch.“

Welche Inhalte sind am besten bei Studierenden angekommen? Was war besonders nützlich?

Franziska: „Auf jeden Fall war der praktische Aspekt sehr wichtig. Die Gruppenarbeit hatte von Anfang an Wettbewerbscharakter, was die allgemeine Motivation erhöht hat. Die Studierenden haben zudem nicht nur für die Teilnahmebescheinigung gearbeitet, sondern durch ihre Analysen auch Einblicke in Themen erhalten, die über das Seminar hinaus relevant sind. Die hohen Anmeldezahlen haben uns gezeigt, dass Seminare wie dieses gefragt sind, besonders Kooperationen mit Unternehmen, von denen sich die Studierenden authentische Einblicke in die Arbeitswelt erhoffen.“

Wie profitieren Studierende von Kooperationen mit Unternehmen wie pressrelations?

Aylin: „Das besondere an so einer Kooperation ist das Feedback, das die Studierenden erhalten, nicht nur von universitärer Seite, sondern auch aus echten Unternehmen. Beispielsweise mag eine Präsentation aus wissenschaftlicher Sicht gut sein, doch ein verkaufsorientiertes Unternehmen wird ganz andere Anforderungen an ein Projekt stellen als Dozierende eines Seminars. Hier wurde in Verbindung mit wissenschaftlichen Theorien demonstriert, wie Medienanalysen in der Branche tatsächlich zum Einsatz kommen.“

Warum ist es so wichtig, bereits im Studium etwas Praktisches auszuprobieren?

Franziska: „Kooperationen dieser Art ermöglichen einen Einblick in die reale Arbeitswelt und können Türen öffnen, beispielsweise in Form eines Praktikumsplatzes. Kontakte sind wichtig, um arbeitsweltlichen Interessen schon während des Studiums aktiv nachgehen zu können. Theoretische Inhalte reichen heutzutage nicht mehr aus, um die Studierenden auf das Arbeitsleben vorzubereiten. Praktische Inhalte haben einen großen Mehrwert und sollten daher so früh wie möglich vermittelt werden.“

Bojan: „Wir von presserelations planen, auch in Zukunft weiterhin mit Universitäten und Hochschulen zu kooperieren, um Praxiswissen zu vermitteln und jungen Menschen den Berufseinstieg zu erleichtern. Unser Ziel ist es, die Seminarteilnehmer für die Medienbranche zu begeistern und ihnen ein Stück weit die Angst vor den tatsächlichen Herausforderungen im Berufsleben zu nehmen, mit denen sie, insbesondere in stark wissenschaftlich orientierten Studiengängen, leider nur selten in Berührung kommen. Wir stellen Studierenden unsere Ressourcen kostenlos zur Verfügung, in der Hoffnung, ihnen somit Impulse für die spätere Orientierung am Arbeitsmarkt geben zu können.“


Vielen Dank für das Interview!

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