Klassisch, mobil und responsiv – Welches ist das passende Pressespiegel-Format?

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Birgit Franke ist seit rund 10 Jahren in der Medienbeobachtung tätig und beschäftigt sich (fast) täglich mit den Medienspiegeln zahlreicher Kunden. Im Interview berichtet Sie, welche Pressespiegel-Formate am häufigsten angefragt werden und warum.

pressrelations Blog: Was wünschen sich Kunden deiner Erfahrung nach von ihrem Pressespiegel?

Birgit Franke: Für die meisten Kunden sind Übersichtlichkeit und Aktualität am wichtigsten. Das heißt, die ausgelieferten Artikel, Beiträge und Posts sollten sich tagesaktuell auf die Themen, Unternehmen und Produkte beziehen, die jetzt gerade auf den relevanten Medienkanälen diskutiert werden. Zudem ist es gerade bei umfassenden Medienspiegeln wichtig, dass der Kunde sich sofort orientieren kann: Wo finde ich Beiträge zu welchem Thema? Was ist heute wichtig und gab es Beiträge, die besonders reichweitenstark sind? Für einige Kunden entscheidet der Medienspiegel am Morgen darüber, wie sie ihren Tag gestalten. Aus diesem Grund haben wir sehr genau überlegt, wie unsere Medienspiegel aussehen sollen, welche Struktur Sinn macht und welche Formate hilfreich sind.

Struktur und Inhalte sind das eine, aber inwiefern macht das Format einen Unterschied?

Hierfür muss man sich klar machen, in welchen Situationen und mit welchen Devices Kunden unsere Medienspiegel lesen. Einige bekommen die erste Morgenlage schon sehr früh, während sie z.B. im Zug auf dem Weg zur Arbeit sind und nur eingeschränkten Zugang ins Internet haben oder während sie noch ihren ersten Kaffee zu Hause trinken, direkt auf ihr Mobiltelefon oder iPad. Für den ersten Fall ist es wichtig, dass der Pressespiegel nach dem Download unabhängig vom Netz lesbar ist. Beim zweiten Beispiel sollte der Pressespiegel auch auf kleineren Devices problemlos und angenehm zu lesen sein.

Auch ein PDF kann eine gute Lösung sein, wenn man z.B. mit instabiler Internetverbindung an einem größeren Bildschirm arbeitet.  Am Mobiltelefon dagegen kann das Lesen geradezu quälend sein. Hier sind responsive Formate, die auf allen mobilen und stationären Geräten funktionieren, die bessere Lösung. Dafür bieten wir wunschgemäße HTML-Varianten an, die wie moderne Newsletter bspw. mit oder ohne Bilder gestaltet werden können. Und zwar unabhängig davon, ob der Kunde seinen Pressespiegel per Mail auf das Laptop, Tablet oder iPhone bekommt. Das HTML hat ein vergleichsweises geringes Datenvolumen, kann also schnell geladen werden und ist bei uns so strukturiert, dass der Leser sich auch auf kleinen Endgeräten einen Überblick verschaffen und sich schnell und gezielt informieren kann. 

Ist die Zustellung des Pressespiegels per Mail der Normalfall?

Das würde ich so nicht sagen. Sicher ist der E-Mail-Versand als PDF oder HTML die meistgenutzte Form, manche Kunden erhalten ihre Artikel aber auch in Sonderformaten wie z.B.  Excel. Hier geht es dann meistens darum, schnell KPIs wie Anzeigenäquivalenzwerte oder Reichweiten zu erfassen. Andere Kunden, die sich vor allem für tagesaktuelle Kennzahlen und Analyseergebnisse interessieren, greifen wiederum direkt auf unser Kundenportal NewsRadar® zu. Hier finden Sie dann nicht nur die relevanten Beiträge, sondern auch Echtzeitanalysen, individuelle Dashboards und Diagramme, aus denen die Medienresonanz passgenau abgelesen werden kann. Viele erstellen und versenden den Medienspiegel auch selbst oder erhalten Artikel direkt über ihr Intranet. Wir haben das Gefühl, dass der Bedarf an Lösungen dafür in den letzten Jahren stark gestiegen ist.

Welche Möglichkeiten gibt es, diesen individuellen Anforderungen nachzukommen?

Für diese Fälle bieten wir an, die relevanten Artikel über Schnittstellen ins Intranet zu laden. Technisch ist das für uns gut machbar, wichtig ist nur, dass die Lizenzrechte im Vorfeld angepasst werden. Für den Kunden hat der Export ins hauseigene Intranet oft den Vorteil, dass die Mitarbeitenden ihren Medienspiegel direkt neben weiteren arbeitsrelevanten Informationen finden und mit einem einzigen Klick auf alles zugreifen können.

Was glaubst du, wie der Medienspiegel der Zukunft aussehen könnte?

In erster Linie crossmedial. Wir merken verstärkt, dass unser Ansatz, medienübergreifend zu arbeiten und die Informationen aus verschiedenen Kanälen zusammen zu betrachten, immer mehr nachgefragt wird. Zumal neue Medienkanäle heute viel schneller entstehen. Nehmen wir zum Beispiel Podcasts: Die sind in relativ kurzer Zeit zu einem Medium geworden, das für unsere Kunden immer wichtiger wird.  

Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass der Medienspiegel der Zukunft noch stärker auf die Einordnung der Medienlage zielt. Wie groß das Bedürfnis hier ist, haben wir in den Anfangszeiten der Coronakrise gemerkt. Wir haben daraufhin einen Newsletter mit den wichtigsten Artikeln angeboten, dem eine Zusammenfassung der aktuellen Medienlage vorangestellt war. Ich bin davon überzeugt, dass solche Formate, die einen schnellen fundierten Überblick in einer zunehmend diffizilen Medienlandschaft bieten, auch in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen werden.

Welches Pressespiegel Format ist am besten? pressrelations

Die Formate im Überblick

HTML – geringe Ladezeiten, übersichtlich, responsiv

Das HTML ist optimal für alle Nutzer, die ihren Pressespiegel auf mobilen Endgeräten lesen: Der HTML-Medienspiegel wird auf allen Devices gestaltet und übersichtlich angezeigt, hat geringe Ladezeiten und benötigt kaum Speicherkapazitäten. Dank des interaktiven Inhaltsverzeichnisses erlaubt dieses Format ein schnelles Navigieren durch die Beiträge. Kunden, die besonderen Wert auf ein anschauliches Design oder die Bilddarstellung in den Artikeln legen, können sich zudem die Artikelbilder aus Onlinemedien einblenden lassen.

PDF – Der Klassiker

Das PDF ist das am stärksten nachgefragte Format unter den digitalen Pressespiegeln. Den gelernten Aufbau – ein wunschgemäß gestaltetes Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und Artikelteil – empfinden viele Leser als praktisch und komfortabel. Vor allem, wer den Pressespiegel am Desktop ausführlich liest, kommt mit dem PDF oft am besten zurecht. Zudem bietet die großzügige Gestaltung des PDFs die Möglichkeit, eine Vielzahl an Metadaten anzuzeigen und ein sogenanntes Thumbnail abzubilden. Dies zeigt an, wie der Artikel im Original-Printmedium platziert war.

XLS – die kompakte Ergänzung

Allen, die in erster Linie nicht an den Inhalten des Pressespiegels interessiert sind, sondern einen Überblick über die wichtigsten quantitativen Kennzahlen gewinnen möchten, empfehlen wir, neben dem Blick in unser Analyseportal, sich den Medienspiegel als Excel-Datei ausgeben zu lassen. Hier erhalten Sie alle wichtigen Kennzahlen kompakt aufgelistet: So haben Sie auf einen Klick quantitative Metadaten wie Reichweiten, Auflage, Follower oder Anzeigenäquivalenzwerte zur Hand. So können Sie nach Belieben nach Reichweitenstärke sortieren, Zeiträume miteinander vergleichen oder akkumulierte Werte berechnen und Ihre eigenen Analysen voranbringen.

PPT – für den analytischen Blick

Nutzer, die stark auf Analysen fokussiert sind oder regelmäßige Analyseberichte erstellen, erhalten den Pressespiegel bzw. die dem Monitoring gewonnen Daten als PowerPoint-Datei. Oder sie exportieren diese  selbst aus unserem Portal NewsRadar®. Hier lassen sich vorab individuelle Dashboards konfigurieren, die dann als PPT ausgegeben werden können.

XML/RSS – Schnittstellen in Ihre Systeme

Gerade in informationsintensiven Branchen wie Versicherungen, Hochschulen oder Finanzunternehmen ist es wichtig, dass so gut wie alle Mitarbeitenden jeden Tag sehr genau über alles informiert sind, was in ihrem Fachbereich aktuell diskutiert wird. Ab einer bestimmten Unternehmensgröße oder -struktur besteht daher häufig der Wunsch, den Pressespiegel, oder Teile daraus, im hauseigenen Intranet bereitzustellen. Hierfür bieten wir Schnittstellen an, die die unkomplizierte und schnelle Übertragung der Daten via XML/RSS ermöglichen.

Fazit:

Auch wenn die Inhalte für den Pressespiegel am Wichtigsten sind, ist es sinnvoll zu überlegen, von welchem Format Sie am meisten profitieren. Gerne überzeugen wir Sie von den Vorteilen unterschiedlicher Medienspiegel-Formate bei einer kostenlosen Demo-Session.

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