Warum „schneller mehr wissen“ allein nicht mehr ausreicht

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Seit dem Sommer hat pressrelations einen neuen Look: Im Blog-Interview erzählen Geschäftsführer Jens Schmitz und Marketingleiter Niko Liveric, welche Veränderungen und Beweggründe zum neuen Markenauftritt führten und welche Rolle die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei spielen.

In zwei Jahren wird pressrelations 20 Jahre alt – ein Alter, in dem man alles erreichen kann, oder?

Jens: Auf jeden Fall! Wenn ich daran denke, wie wir damals mit drei Mitarbeitern gestartet sind – mit der Distribution und dem Monitoring von Pressemitteilungen, dazu einer Handvoll Studenten in einem kleinen Büro. Aber schon 2001 hatten wir unsere eigenen Crawler für die Online-Medienbeobachtung und kurz darauf den NewsRadar als Kunden-Frontend entwickelt. Inzwischen sind fast zwei Jahrzehnte vergangen und pressrelations ist fest verwurzelt im Monitoring- und Analyse-Geschäft. Wir sind mit unseren Kunden und ihren Anforderungen gewachsen und haben uns vom Online-Presseservice zum internationalen Anbieter für crossmediale Medienbeobachtung und Medienanalyse entwickelt. Heute kümmern sich über 180 Kolleginnen und Kollegen an acht Standorten um unsere Kunden auf der ganzen Welt.

Ist das auch ein Grund für den neuen Markenauftritt? Seit dem Sommer hat pressrelations ein neues Outfit und auch eine neue Website.

Jens: Die letzten Jahre waren für uns sehr dynamisch: Wir haben unser Analysegeschäft ausgebaut, neue Research-Methoden wie z.B. FirstSignals entwickelt und unser Kundenportal NewsRadar auf ganz neue Beine gestellt. Zudem haben wir uns stärker international ausgerichtet und unser globales Netzwerk erweitert. Die Frage lag daher auf der Hand: Passt unser Auftritt noch zu uns, zu unserer Identität und zu dem, wofür wir stehen wollen? Oder sind wir herausgewachsen und müssen uns als Marke neu ausrichten, uns eindeutiger positionieren, klarer vom Wettbewerb abheben und noch stärker auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen? Wir haben diese Fragen im Unternehmen offen diskutiert und uns dann für ein Corporate Rebranding entschieden. Unter Federführung der Kolleginnen und Kollegen aus dem Marketing wurde eine neue Corporate Identity und damit auch ein neues Design entwickelt, in dem u.a. unsere Website neugestaltet wurde.

Es gibt auch ein neues Logo und einen neuen Claim – der Markenname bleibt aber unverändert, warum?

Niko: Es war natürlich verlockend, im Rahmen unseres Rebrandings alles umzuschmeißen und von Grund auf neu zu formen. Doch der Name „pressrelations“ hat sich in unserer Branche etabliert – unsere Historie und unsere Reputation sind eng an diese Marke gebunden. Der Markenauftritt hingegen entsprach nicht mehr unseren Kernwerten. Und so musste u.a. auch unser Claim neu formuliert werden. „Knowledge Discovery“ bringt unser Nutzenversprechen auf den Punkt: Wir begleiten unsere Kunden durch eine immer komplexer werdende digitale Welt. Dabei haben wir Lösungen im Gepäck, die es ermöglichen, Neues zu entdecken und die wirklich relevanten Erkenntnisse aus der riesigen Menge an Daten zu gewinnen. So lässt sich Kommunikation effektiv und erfolgreich gestalten. Es gehört aber auch Mut dazu, Altes loszulassen und sich auf neue Wege und Techniken einzulassen.

Vor welchen Herausforderungen stehen eure Kunden?

Jens: Die Digitalisierung hat die Medienlandschaft grundlegend verändert und sehr komplex werden lassen. Es gibt Unmengen von News auf einer Vielzahl von Kanälen mit einer sehr hohen Frequenz und neuen Anforderungen an den Content. Es wird u.a. wichtiger, in Themen statt Kanälen zu denken.

Niko: Zudem hat sich die Art und Weise gewandelt, wie die richtigen Zielgruppen angesprochen und erreicht werden können und wollen. Kommunikation geschieht mit einer solch hohen Geschwindigkeit und Dynamik – wer da den Überblick behalten und seine Kommunikation steuern und evaluieren will, braucht die richtigen technischen Lösungen. Er braucht aber auch Experten, die aus den gewonnenen Daten die richtigen Schlüsse ziehen. Es reicht einfach nicht mehr aus, schneller mehr zu wissen. Entscheidend ist, die gewonnenen Informationen sinnvoll zu interpretieren und strategisch zu nutzen.

Welche Bedeutung hat das neue Logo?

Niko: Unser neues Signet – das Symbol im Namen – lässt sich ebenfalls vor diesem Hintergrund deuten: Es steht für die Dynamik und Komplexität des digitalen Wandels ebenso wie für eine vernetzte Welt voller Daten und Informationen. Und für den NewsRadar, der in dem Chaos die nötige Orientierung bietet. Wer genau hinsieht, erkennt in der Mitte auch das „p“ von pressrelations.

Auf der neuen Webseite sind viele Gesichter zu sehen. Gehören die alle zu echten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern?

Jens: Wir möchten authentisch auftreten und haben daher für den Webauftritt mit eigenen Fotos gearbeitet. Alle Personenbilder zeigen unsere eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es war uns wichtig, dass das Rebranding zu einer hohen Identifikation der Kolleginnen und Kollegen mit der Unternehmensmarke führt und von diesen auch mitgetragen wird. Schließlich sind sie es, die das Unternehmen nach außen repräsentieren und das verkörpern, was pressrelations ist und sein will.

Welchen Rat könnt ihr Unternehmen geben, die vor einem Rebranding stehen?

Niko: Das vielleicht Wichtigste ist eine fundierte Situationsanalyse zu Beginn. Letztlich steht und fällt der Erfolg eines neuen Markenauftritts mit der realistischen Einschätzung der aktuellen Marktsituation, des Wettbewerbsumfelds und der Kundenbedürfnisse. Hier gilt es, ausreichend Zeit in die Informationsbeschaffung und Auswertung zu investieren und alle verfügbaren Ressourcen zu nutzen. Erst nach dem Analyseprozess lässt sich überhaupt erst entscheiden, ob und in welchem Umfang eine Optimierung oder grundlegende Neugestaltung Sinn macht und welche Anforderungen an die neue Markenpersönlichkeit gestellt werden.

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